Fabian Tode
Im Beitrag im Münchner Merkur erklärt Alexander Siegmund, warum die Renten-Reform auch eine Chance für die betriebliche Altersversorgung bedeutet.
Im Beitrag der Frankfurter Rundschau spricht Alexander Siegmund darüber, dass das geplante Altersvorsorgedepot keine Konkurrenz, sondern eine gute Ergänzung zur bAV sein kann.
Für dieselbe Betriebsrente setzen Anbieter teils völlig unterschiedliche Kapitalbeträge an. Das liegt weniger an der Rendite als an der Frage, wie alt ein Mensch wird. Und das entscheidet darüber, ob betriebliche Altersversorgung (bAV) bezahlbar bleibt oder künstlich teuer wird, erklärt Alexander Siegmund von KPM Pensions & Benefits.
Wenn es um zusätzliche Kosten geht, ist die Wirtschaft schnell mit Protest zur Stelle. An einer Position aber verschenken viele Unternehmen seit Jahrzehnten Geld.
Reform der Merz-Regierung: Alexander Siegmund erklärt Stärken und Schwächen der Altersvorsorgedepots
Eine lebenslange Rente von 1.000 Euro monatlich kostet am deutschen Markt rund 400.000 Euro Kapital, sofern klassisch kalkuliert wird. Realistisch gerechnet wären rund 250.000 Euro für dieselbe Leistung ausreichend. Gleiche Leistung, deutlich höherer Kapitalbedarf. Wie kann das sein? Mehr dazu im Gastbeitrag.
Die betriebliche Altersversorgung steht zunehmend unter Druck: Steigende Kapitalanforderungen, konservative Sterbetafeln und mangelnde Transparenz bei der Rentenkalkulation werfen grundlegende Fragen zur Fairness und Leistungsfähigkeit des Systems auf. Alexander Siegmund, Geschäftsführer der KPM Pensions & Benefits GmbH, analysiert im Gastbeitrag für Versicherungsbote die strukturellen Fehlanreize der bAV-Kalkulation – und erklärt, warum sich das System derzeit vor allem „schön rechnet“, aber zu oft nicht für die Versicherten.
Alexander Siegmund spricht im FOCUS über ein System, das gut gemeint ist und in der Praxis zu oft an seiner eigenen Konstruktion scheitert.
Dabei sind drei Beobachtungen zentral:
– Warum haften Arbeitgeber für Versorgungszusagen, obwohl das Gesetz an entscheidenden Stellen bewusst unklar bleibt?
– Warum wird die Doppelverbeitragung von Betriebsrenten seit Jahren diskutiert – ohne dass sich strukturell etwas ändert?
– Und warum bleibt Auto-Enrolment in Deutschland auf Großunternehmen beschränkt, während der Mittelstand außen vor bleibt?
Muss das Rentensystem gerettet werden? Sollten Beamte in die Rentenkasse einzahlen? Und was hat das alles mit gesellschaftlicher Legitimation zu tun?
Diese drei Fragen stehen im Zentrum des Gesprächs von Alexander Siegmund mit der Frankfurter Rundschau – über die Rente mit 70, den demografischen Wandel und ein System, das Zumutungen verteilt.
Es gibt Handlungsbedarf beim Rentensystem. Ein höheres Renteneintrittsalter ist eine von mehreren Stellschrauben. Aber sie wirkt nicht allein, und sie wirkt nicht bei allen.
Altersvorsorge ist eines der politischsten, emotionalsten und zugleich wirtschaftlich relevantesten Themen unserer Zeit. Deutschland diskutiert Altersvorsorge wie ein Versicherungsprodukt und wundert sich über schlechte Ergebnisse.
Wir reden über Garantien, Renditen und Vertragsmodelle, als ginge es um die nächste Police. Tatsächlich geht es um Versorgung. Um Planungssicherheit. Und um eine der größten wirtschaftlichen Zukunftsfragen dieses Landes. Das Problem der Altersvorsorge ist kein Produktproblem. Es ist ein Denkproblem.
Wie viel „Sicherheit“ steckt eigentlich in der bAV – und wie viel davon ist am Ende nur stiller Rentenkiller?
Alexander Siegmund hat in der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV) u.a. über den Hebel gesprochen, den viele nur als Formel kennen: die Lebenserwartung im Rentenfaktor.

